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Cuckold und Wifesharing – was ist das?

Cuckold und Wifesharing sind zwei zusammenhängende sexuelle Spielarten, die grundsätzlich in der Welt des BDSM angesiedelt sind. Es gibt eine Ausnahme, zu der wir gleich noch kommen. Vereinfacht gesagt bedeuten beide Ausdrücke, dass die Frau in einer Beziehung mit anderen Männern (oder Frauen) Sex hat. Ob auch ihr Mann noch mit ihr schlafen darf, hängt davon ab, in welcher Intensität die Cuckold-Beziehung gelebt wird.

Frau auf Mann

Bildquelle: © Photographee.eu | shutterstock.com

 

Wifesharing und Cuckold: Die ursprüngliche Bedeutung der Begriffe

Die Bedeutung des englischen Begriffs Wifesharing ist in der deutschen Übersetzung weitgehend selbsterklärend: "Teilen der Ehefrau." Ihr Mann lässt sie auch mit anderen Personen poppen. Im Laufe der Zeit hat sich die Bedeutung des Begriffs leicht ausgeweitet: Er beschreibt nicht mehr nur das Teilen einer Ehefrau, sondern einer Partnerin im Allgemeinen. Wenn Du eine Freundin hast, die Du mit anderen Männern vögeln lässt, so ist dies auch "Wifesharing". In der Lesben-Szene wird der Begriff exakt übernommen. In der Schwulenszene ist zumeist nur von "Sharing" die Rede. Ursprünglich stammt das "Wifesharing" aus der Swinger-Szene und ging dort mit dem sehr viel weniger bekannten "Husbandsharing" Hand in Hand. Der Begriff kann auch einen Dreier bezeichnen, an dem der Mann mitwirkt. In jeder Konstellation, in der eine Frau mit Wissen des Mannes mit einer anderen Person schläft, darfst Du von Wifesharing sprechen.

Cuckold wirkt beim ersten Lesen auch wie ein englischer Begriff, doch das täuscht. Er stammt vom französischen Wort Coucou. Zu Deutsch bedeutet die Vokabel "Kuckuck". Die weiblichen Vögel dieser Gattung schieben fremden männlichen Exemplaren ihre Eier zur Aufzucht und Besamung unter. Ein Cuckold ist im Extremfall ein Mann, der das Kind eines anderen aufzieht.

 

Die drei Stufen einer Cuckold-Beziehung

Cuckold-Beziehungen lassen sich in die Stufen C1, C2 und C3 einteilen. Auf jeder Stufe wird die Frau dominanter und ihr eigentlicher Partner sinkt hinunter auf den Status eines Sklaven. Beide Seiten gewinnen auf den zwei höheren Stufen Lustgewinn durch die Demütigung des devoten bzw. unterlegenen Partners. Oder vereinfacht gesagt: Dich erregt die Erniedrigung, die Du dadurch erfährst, dass sich Deine Frau / Herrin ihre sexuelle Befriedigung an anderer Stelle holt.

  • C1: Im Prinzip handelt es sich noch um eine einfache Swinger-Beziehung. Der Begriff des Wifesharings ist noch angebracht, weil auch der Mann noch regelmäßig Sex mit seiner Frau oder Freundin hat. Die Stufe C1 ist in vielen Fällen der Beginn einer intensiveren Cuckold-Beziehung. C1 ist die oben angesprochene Ausnahme.
  • C2: Die Rollen sind jetzt klar verteilt. Der Mann ist devot und muss als unterlegener Part seine Frau mit jedem anderen schlafen lassen. Auch er darf noch mit seiner Frau vögeln, allerdings handelt es sich um Domina-Sex. Dies bedeutet, Sie gibt den Ton an und es geht ausschließlich um ihren Orgasmus. Es ist nicht garantiert, dass der Mann kommen darf. Im Alltag verhalten sich beide Partner noch normal und begegnen sich in der Regel auf Augenhöhe. Die Dominanz der Frau beschränkt sich ausschließlich auf das Schlafzimmer. Von Wifesharing im eigentlichen Sinne kann man nicht mehr sprechen, weil der Mann als Sklave keine sexuellen Rechte mehr an seiner Herrin hat. Er kann sie deshalb nicht teilen.
  • C3: Dies ist die stärkste denkbare Cuckold-Beziehung. Du als Mann bist Deiner Herrin in jeder Lebenslage untergeordnet: Ihr führt eine Female Led Relationship (von der Frau kontrollierte Beziehung) oder kurz FLR. Häufig hat die Lady einen bestimmten festen Partner, mit dem sie vögelt. Er wird als Bulle bezeichnet.

C3-Beziehungen entstehen häufig auch dadurch, dass sich eine dominante Frau mit einem festen Partner gezielt Sklaven sucht. Klassischerweise rutschen beispielsweise Geldsklave in eine solche Rolle. Als ein solches "Zahlschwein" bist Du für Deine Geldherrin nichts wert. Du darfst ihr nur Dein Geld geben und keine Erwartungen haben. Eine beliebte Form der Erniedrigung ist in einem solchen Fall, dass Dich Deine Herrin dazu zwingt, auch ihrem Partner Geschenke zu machen oder ihm Dein Gehalt zu Füßen zu legen. Er wird als "Alpha" bezeichnet. Sobald der Mann der Herrin in das Spiel zwischen Geldherrin und "PayPig" einbezogen wird, ist der erste Schritt in Richtung einer C3-Beziehung gemacht.

Ein anderer Einstieg führt über die Rolle des Putzsklaven. Du hast eine Herrin kennengelernt, der Du nur dadurch dienen darfst, dass Du für sie putzt, Einkäufe erledigst oder ihr sonstige unangenehme Aufgaben abnimmst. Deine Position nur als Dreck zu ihren Füßen verdeutlicht sie Dir dadurch, dass sie mit anderen Männern schläft und Du keine sexuellen Rechte mehr besitzt. Geldsklaven sind häufig zugleich auch Putzsklaven.

In einer C3-Beziehung darf der Mann generell keine sexuelle Befriedigung ohne Erlaubnis der Herrin haben. Du darfst nicht mit ihr schlafen und auch nicht wichsen. In vielen entsprechenden Konstellationen hält die Herrin ihren Sklaven deshalb keusch. Du musst einen Keuschheitsgürtel tragen, der über ein Vorhängeschloss gesichert wird. Deine Domina hat die Schlüssel dazu.

nackte Frau liegt in Männerarm

Bildquelle: © adultstockphoto.com

 

Ein Cuckold kann beim Sex der Herrin anwesend sein

Es ist nicht allgemein bestimmt, ob der Mann anwesend sein muss, wenn seine Partnerin mit einer anderen Person schläft. Insbesondere in C2- und C3-Beziehungen wird dies jedoch häufig als zusätzlicher Kick ins Spiel eingebaut. In einer C3-Beziehung musst Du beispielsweise in einem Zofenkostüm zusehen, wie Deine Herrin ihren Bullen vögelt und beide Dich auslachen. Möglicherweise musst Du sogar seinen Schwanz blasen oder das benutzte Kondom leersaugen.

Anderen Herrinnen gefällt es, dass ihr "Cucki" nicht direkt anwesend ist, aber sehr wohl hören kann, wie sie ihren Spaß hat. Manchen Ladys macht es auch Freude, vor Dir heiße Klamotten anzuziehen und dann aus dem Haus zu gehen. Wenn sie wiederkommt, erzählt sie Dir von ihren Erlebnissen. Insbesondere in C2- und C3-Beziehungen gilt: Deine Herrin bestimmt, was passiert.