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So gelingt Analsex: A tergo – Afterwork mal anders

Kaum eine Sexualpraktik stößt auf so viele Vorurteile wie der Analverkehr. Ganz gleich, ob er zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern stattfindet oder von heterosexuellen Paaren praktiziert wird – stets haftet ihm etwas Verruchtes an. Dabei hat die "Liebe von hinten" allen Beteiligten viele Besonderheiten zu bieten:

nackte Frau mit High Heels

Bildquelle: © 528928 | pixabay.com

 

Geschichtsträchtige Erotik-Variante

Dass Analsex bei zahlreichen Menschen in zweifelhaftem Ruf steht, hat einiges mit seiner Historie zu tun. Mit jemandem "a tergo" zu verkehren war eine weit verbreitete Praktik im antiken Griechenland. Sie kam vorwiegend zwischen Männern zur Anwendung und diente sozusagen der Übung. Durch das Einführen des erigierten Penis' in die Afteröffnung eines Partners sollte Vaginal-Sex imitiert werden, so dass zukünftige Ehegatten bestens auf den ersten Beischlaf mit ihren Frauen vorbereitet waren. Diesem Ursprung entsprechend trägt Analsex die alternative Bezeichnung "griechisch".

Dass zum Training des ehelichen Verkehrs sogenannte Lustknaben dienten, ist eine weit verbreitete, aber unbestätigte Annahme. Ebenso gut konnte es üblich sein, dass halbwüchsige und heranwachsende Hellenen die Anal-Übungen im Freundeskreis praktizierten und damit quasi "unter sich" blieben – ähnlich wie es neugierige Jugendliche durch alle Epochen hindurch getan haben und bis heute tun.

 

Vorurteile und ihr Wahrheitsgehalt

Doch die Mär vom missbrauchten Lustknaben ist nicht der einzige Mythos, der sich um den Analverkehr rankt. Welche weiteren Behauptungen über diese erotische Variante kursieren und inwieweit sie zutreffen, verraten wir Dir hier:

Nur Schwule haben Analsex

Anal zu verkehren bzw. verkehren zu lassen, ist keine Frage der sexuellen Ausrichtung – sondern der individuellen Vorliebe jedes / jeder Einzelnen. Eine auffallende Häufung von Analverkehr zwischen homosexuellen Männern ist nicht belegt.

Analsex ist abartig

Anal zu verkehren bzw. verkehren zu lassen ist eine erotische Spielart wie viele andere und weder anormal noch auf sonstige Weise verachtenswert. Möchtest Du aktiven oder passiven Analverkehr haben, bist Du keinesfalls pervers – sondern ein sexuell aufgeschlossener Mensch mit besonderen Vorlieben.

Analsex ist schmerzhaft

Anal zu verkehren bzw. verkehren zu lassen erfordert ein gewisses Maß an Vorbereitung und Erfahrung; kann unter entsprechenden Gegebenheiten aber ebenso lustvoll sein wie jede andere Sex-Variante.

Analsex ist unhygienisch

Selbstverständlich ist das Rektum für andere Vorgänge bestimmt als für die Aufnahme eines Penis' oder Sex-Toys. Doch der unmittelbar dahinter liegende Enddarm ist nicht weniger rein als andere Körperöffnungen. Sofern Du nicht das dringende Bedürfnis verspürst, zur Toilette zu müssen, befindet sich in diesem Bereich kein Kot. Willst Du in puncto Hygiene ganz sicher gehen, kannst Du vor dem Sex eine Anal-Dusche nehmen.

Frauen lehnen Analsex ab

Anal zu verkehren bzw. verkehren zu lassen kann sowohl für Männer als auch für Frauen reizvoll sein. Die erotische Spielart "a tergo" ist unter Homosexuellen genauso verbreitet wie unter heterosexuellen Paaren – und schließt damit Frauen jeder sexuellen Ausrichtung ein.

Analsex macht inkontinent

Analverkehr führt ebenso wenig zur Überdehnung des Anus' wie häufiger Vaginalverkehr die Scheide "ausleiert". Beide Organe besitzen eine äußerst starke und anpassungsfähige Muskulatur – die trainiert werden kann; sich aber keinesfalls "abnutzt".

Po und Beine mit Strapse

Bildquelle: © andreas160578 | pixabay.com

 

Tipps für gelingenden Analsex

Unabhängig davon, ob Du diese Vorurteile jemals hattest, solltest Du für Analverkehr einige Vorbereitungen treffen. Je nachdem, ob Du den aktiven oder den passiven Part übernimmst, empfehlen wir Dir folgende Schritte:

rasieren / enthaaren

Sowohl bei Männern als auch bei Frauen sitzen am Übergang vom Geschlechtsteil zur Anal-Öffnung Haare. Sie können das Eindringen erschweren und / oder ein unangenehmes Ziepen verursachen. Entferne sie mit einem speziellen Enthaarungsmittel oder einem Rasierer. Gute Dienste leisten Geräte, die für den Scham- oder Achselbereich konzipiert sind. Ihr extra kleiner Scherkopf mit Sicherheitsklingen ermöglicht Dir die einfache Handhabung und beugt Verletzungen vor.

Gleitgel bereitlegen

Ohne Hilfsmittel geht beim Analverkehr nichts. Anders als die Vagina sondert das Rektum bei sexueller Erregung keinen "Schmierstoff" ab. Bevorzuge ein Gleitgel auf Wasserbasis, da es die Darmschleimhaut schont und mit nahezu allen Materialien kompatibel ist. Dadurch kannst Du es auch für Sex-Toys und beim Gebrauch von Kondomen verwenden. Als Anal-Gel ausgewiesene Produkte bilden einen besonders lang anhaltenden Feuchtigkeitsfilm.

entspannen

Einer der wichtigsten Aspekte für gelingenden und befriedigenden Analverkehr ist absolute Entspannung. Wer die Erotik-Variante zulässt, um seinem Partner einen Gefallen zu tun oder Analsex nur zum eigenen Vergnügen ausübt, handelt grundsätzlich falsch – denn dadurch verkrampft sich der passive Part häufig und empfindet mehr Last als Lust.

dehnen

Bei der Erotik-Variante "a tergo" ist aller Anfang immer wieder schwer. Der Anus muss vor JEDEM Eindringen vorsichtig gedehnt werden – ganz gleich, wie oft Du und / oder Deine Sexual-Partner/-innen schon Analverkehr hatten. Das Aufweiten der Öffnung funktioniert am besten mit einem einzelnen Finger oder einem feingliedrigen Toy. Darüber hinaus kannst Du den Anus auch durch Küssen und Belecken – den sogenannten Anilingus – stimulieren. Erst nach ausreichender Vorbereitung darfst Du zum eigentlichen Verkehr bzw. zum Fausten oder Rimmen übergehen.

individuelle Bedürfnisse berücksichtigen

Kein Mensch und kein Tag ist wie der andere. Was dem einen heute gefällt, muss dem anderen morgen noch lange nicht behagen. Welche Stellung und Intensität Du oder Deine Partner/-innen beim Analsex bevorzugen, hängt von individuellen Vorlieben, dem Erregungsgrad und der Tagesform ab. Findet gemeinsam heraus, was Euch guttut und brecht das anale Experiment im Zweifelsfall lieber ab als Euch für immer den Spaß daran zu verderben.

realistisch bleiben

Wie jeder Sex ruft auch erstmaliger Analverkehr nicht zwingend DAS tolle Gefühl hervor. Doch bei jedem weiteren Akt lernst Du Deine eigenen Bedürfnisse immer besser kennen und kannst Dich immer besser auf Deinen Partner bzw. Deine Partnerin einstellen. Je nachdem, ob Du den Analsex mit einem Mann oder einer Frau praktizierst, können das zusätzliche Stimulieren der Prostata oder des Kitzlers zum Erreichen eines anal herbeigeführten Orgasmus' beitragen.

Frauenpo in Unterwäsche

Bildquelle: © ManuelaJaeger | pixabay.com

 

Last but not least: Die Nachbereitung

Ganz gleich, ob es beim Analverkehr zu Verunreinigungen durch Kotreste gekommen ist oder ob er als "saubere Sache" abgelaufen ist: Bevor Du Deinen Penis oder ein eventuell verwendetes Sex-Toy in andere Körperöffnungen einführst, müssen sie mit warmem Wasser und milder Seife oder einem speziellen Reinigungsmittel gesäubert werden. Anderenfalls besteht die Gefahr einer Infektion durch anhaftende Darmbakterien. Zur Pflege des Anus und der umliegenden Region empfehlen wir Dir eine reizarme Creme.

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