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Schwule Genüsse – Yannicks Erwachen

 

Kapitel I: Jonny

Yannicks Zug erreichte den Kölner Hauptbahnhof. Der 19-Jährige jubelte innerlich, hatte er diesen Tag doch herbeigesehnt. Endlich würde sein Studium beginnen! Raus aus dem Elternhaus und ins Leben einsteigen, die große Freiheit genießen und sich selbst verwirklichen – dies waren nur einige Hoffnungen, die der schlaksige Brillenträger mit dem Beginn des neuen Abschnitts verband.

Sixpack muskulös

Bildquelle: © Madeinitaly | pixabay.com

Etwa anderthalb Stunden, zwei abenteuerliche S-Bahn-Fahrten und ein ungenießbares Kölsch später hatte Yannick sein Studentenwohnheim gefunden und stand vor der Tür seiner Wohnung. Er würde sie sich mit einem anderen Studenten teilen, um schnell Anschluss zu finden, wie er hoffte. Yannicks bester Freund war sein Computer. Und in seiner Schulzeit ließ er nur Personen an sich heran, die ähnlich zuneigungsvoll über Rechner dachten wie er. Er liebte das Programmieren und das Zocken gleichermaßen. Seine Leidenschaften hat ihn stets erfüllt. Sein Körper war dünn, vielleicht sogar hager. Nennenswerte Muskeln hatte Yannick nicht. Mit der Maus zu klicken und mit der Tastatur zu schreiben, war stets mehr als genug Training für ihn gewesen.
Yannick öffnete vorsichtig die Tür, die den Blick auf den Flur freigab. Links und rechts waren weitere Türen zusehen – zu den Zimmern der WG-Mitglieder, wie Yannick vermutete. Am Ende des Flures konnte Yannick die Küche der Wohnung sehen. Er nahm an, dass der Raum daneben das Badezimmer sein müsste. Doch die Küche interessierte ihn gerade wesentlich mehr: Sie war hell erleuchtet, klassischer Rock dröhnte von irgendwoher und mit dem Rücken zu ihm stand eine Person am Herd, die sich etwas kochte. Yannicks Mitbewohner war ganz offensichtlich zuhause.

Der 19-Jährige ging langsam auf die Küche zu und musterte den anderen, der ihn offenbar noch nicht bemerkt hatte. Er war sein komplettes Gegenteil: Yannicks Mitbewohner war durchtrainiert, etwa 1,90 Meter groß und hatte kurze Haare, die gestylt waren. Sein Aussehen war ihm offenbar wichtig. "Bist Du Matthias?", fragte Yannick vorsichtig, um sich bemerkbar zu machen. Der Andere wirbelte überrascht herum und musterte Yannick etwa eine Sekunde zu lange, als es üblich gewesen wäre. Dann lächelte er: "Der bin ich. Aber alle nennen mich Jonny. Bist Du mein neuer Mitbewohner?" Yannick nickte: "Der bin ich. Ich bin Yannick. Mit einem Spitznamen kann ich leider nicht dienen. Wieso nennt man Dich Jonny, wenn Du eigentlich Matthias heißt?" Die Sätze kamen staccatoartig. Yannick wusste nicht weshalb. Der Andere grinste: "Das erzähle ich bei Gelegenheit. Hast Du Hunger? Ich mache Spaghetti mit Pesto." Eigentlich hatte Yannick keinen Hunger, aber nickte trotzdem. Schließlich wollte er nicht unhöflich sein. Außerdem hatte er etwas Angst vor Jonnys Muskeln. Zumindest dachte er, dass er sich seine Gefühle auf diese Weise erklären könnte.
Eine Stunde später aßen die beiden und lernten sich kennen. Jonny war Yannick sofort sympathisch. Obwohl er äußerlich etwas abgehoben und zu sehr auf seine Optik bedacht wirkte, ging doch irgendetwas von ihm aus. Yannick konnte es nicht benennen. Aber er war froh, dass er in einer WG mit dem 23-Jährigen gelandet war. Auch, wenn er eigentlich Vorurteile gegen BWL'er hatte. "Kriegst Du Damenbesuch?", wollte Jonny wissen und riss Yannick damit aus seinen Gedanken. Dabei musterte er ihn intensiv. Der 19-Jährige schüttelte den Kopf: "Nein, ich habe keine Freundin. Vielleicht ändert sich das hier ja. Das hoffe ich zumindest. Wie ist es mit Dir? Ich kann sehen, dass Du auf Deinen Körper achtest. Du hast bestimmt große Erfolge beim anderen Geschlecht?" Yannick konnte sehen, wie es in Jonnys Augen blitzte: "Hätte ich bestimmt. Aber ich bevorzuge Männer. Entsprechenden Besuch werde ich sicher ab und zu bekommen. Geht das klar für Dich?" Yannick lief vor Überraschung rot an. Er vermutete, dass Jonny deshalb gemein grinste. "Jeder, wie er es braucht", brachte er schließlich hervor. "Ein guter Satz", erwiderte Jonny, "ich werde Dich bei Gelegenheit an ihn erinnern."

Als der Abend der Nacht wich, zogen sich die beiden Mitbewohner in ihre Zimmer zurück. Yannick richtete sich ein und wollte vor dem Schlafengehen noch Duschen. Er betrat den Flur, um dort festzustellen, dass Jonny ihm zuvorgekommen war. Er stand nackt im Badezimmer und wartete offenbar darauf, dass das Wasser in der Dusche warm wurde. Die Tür war sperrangelweit offen. Noch Monate später sollten sich Yannick und Jonny darüber streiten, ob der 23-Jährige sie absichtlich offengelassen hatte oder ob es tatsächlich ein Versehen aus alter Gewohnheit war, wie er behauptete.
Letztlich spielte es keine Rolle. Yannick konnte den Body des anderen komplett mustern. Jonny schien sich regelmäßig den ganzen Körper zu rasieren, denn auf der Haut des 23-Jährigen war kein Haar zu sehen. Dies betraf auch den Schambereich, wie Yannick feststellte. Sein Blick glitt auf Jonnys Schwanz. Yannick schluckte. Selbst im schlaffen Zustand war der sicher gute 15 Zentimeter lang und damit deutlich größer als seiner. Er hatte bestimmt einen Durchmesser von vier bis fünf Zentimetern. Was für ein Verlust für die Frauenwelt, dachte Yannick, ohne zu bemerken, dass er dabei lächelte. Er konnte sich an dem Body und dem Schwanz des anderen nicht satt sehen. Er verstand einfach nicht, warum. Bisher war ihm so etwas in seinem Leben noch nie passiert. Allerdings hatte er auch noch nie einen Mann wie Jonny getroffen.
So in Gedanken versunken, bemerkte Yannick nicht, dass Jonny ihn bemerkt hatte und erwartungsvoll ansah. "Gefällt Dir, was Du siehst?," fragte er schließlich grinsend. Yannick lief zum zweiten Mal an diesem Tag rot an, stammelte eine kurze Entschuldigung und eilte wieder in sein Zimmer. Das Duschen musste ausfallen.

 

Kapitel II: Yannicks erstes Mal

Yannick und Jonny sprachen über diesen Vorfall nicht mehr – zumindest nicht direkt. Allerdings beschäftigte er beide, wie der 19-Jährige schnell merkte. Sein Mitbewohner kündigte ihm in schöner Regelmäßigkeit an, dass er Duschen gehen würde und fragte, ob Yannick es lieber hätte, wenn die Tür dabei offen oder geschlossen wäre. Mehr passierte allerdings nicht. Zumindest vorerst.
Während der Orientierungswoche für Erstsemester kam Yannick eines Abends betrunken von einem Fachschaftsgelage der Informatiker nach Hause. Jonnys Zimmertür war offen. Sein Mitbewohner schaute irgendeine Serie und ließ sich dabei ein Glas Whiskey schmecken. Das hatte der 19-Jährige schon häufiger bei Jonny gesehen. Meistens hatte er es ignoriert. Aber dieser Abend war anders. "Hast Du auch eins für mich?", fragte er deshalb. Jonny zauberte von irgendwoher ein leeres Glas hervor und winkte ihn hinein: "Aber immer. Du magst Whiskey?" Yannick zuckte mit den Schultern: "Keinen Plan. Probieren geht über Studieren." Jonny lachte: "Und das von einem Erstsemester."

Nach einer Folge von einer Serie über Inzest, Drachen, Gewalt, Sex, Zwerge und einem Spiel von Thronen schaltete Jonny seinen Laptop aus. Yannick vermutete, dass er inzwischen auch angetrunken war – allerdings nicht annähernd so sehr wie er selbst. "Darf ich Dich etwas Persönliches fragen?", brach es schließlich aus Yannick heraus. "Das sind die besten Fragen", kam von Jonny. Allerdings hatte sich der 23-Jährige zu gedulden, denn Yannick musste trotz des Alkohols mehrfach schlucken. "Fehlt einem als Kerl, der auf Kerle steht, nicht etwas?", kam schließlich. Jonny sah den 19-jährigen nachdenklich an: "Was meinst Du? Titten? Einige fette Typen haben durchaus Titten. Sie sind nicht mein Typ, aber theoretisch..." Yannick unterbrach ihn: "Nein, nein. Ihr könnt Euch blasen und in den Arsch ficken, aber das wars. Aber so richtiger Sex von vorne geht nicht." Zu seiner eigenen Überraschung stellte Yannick fest, dass seine Sprache durch den Alkohol immer zügelloser wurde. Seine Mutter hätte wohl niveauloser gesagt.

Jonny schwieg eine Weile. Für Yannick schien es, als würde er mit sich kämpfen. "Wenn ich zu indiskret war, tut es mir leid", versuchte der 19-Jährige zu beschwichtigen. "Das ist es nicht", kam von Jonny. Wir Kerle können natürlich auch von vorne Sex haben und uns nicht nur in den Arsch ficken. Ich weiß nicht, ob ich es Dir erzählen sollte. Es könnte Dich verstören." Yannick schüttelte den Kopf: "Mich verstört gar nichts. Lass hören."
Jonny, der neben Yannick auf seinem Bett saß, berührte mit der rechten Hand vorsichtig die Innenseite vom linken Bein des 19-Jährigen und fuhr hoch in seinen Schritt. "Unsere Schwänze reiben sich dabei aneinander. Wieder und wieder", flüsterte er dabei. Yannick hatte nicht einmal daran gedacht, die Hand des anderen wegzuschieben. Vielmehr fragte er sich, ob Jonny mit "Unsere" ihn und sich gemeint hatte. Leise stöhnte er unter dem Druck der Hand seines Mitbewohners auf. "Klingt gut", flüsterte er. "Fühlt sich auch gut an", kam von Jonny, der mit der Hand in die Hose von Yannick eindrang und dessen Schwanz streichelte. Der stand bereits eisenhart. "Da will wohl einer raus zum Spielen kommen", kommentierte Jonny, "wie lange durfte er schon nicht mehr vögeln?" Yannick schaute betreten nach unten. "Ich hatte noch nie Sex", gestand er ein und rechnete damit, dass der Andere nun die Hand wegziehen würde. Doch der tat das genaue Gegenteil. Jonny beugte sich zu Yannick herüber und küsste ihn zärtlich. Seine Zunge suchte die des Jüngeren. Yannick versuchte den Kuss, der ihn noch geiler machte, zu erwidern. "Dann wird es aber Zeit", flüsterte Jonny anschließend.

Der 23-Jährige begann damit, Yannick ausziehen. Der revanchierte sich und war froh, endlich den harten Körper des anderen berühren zu dürfen. "Geil, einfach nur geil", sagte er und begann Jonnys Body mit Küssen einzudecken. Der ließ ihn gewähren und streichelte ihn. Schließlich drehte er Yannick mit dem Rücken aufs Bett, riss ihm die Hose runter und begann den Schwanz des Erstsemesters zu blasen. Yannick fühlte, wie sich die Lippen des Mannes auf seinem Schaft auf und ab bewegten. Sein Verstand verabschiedete sich. Dafür tauchte er Sphären der Geilheit und des Fühlens ein, die er bisher noch nicht einmal von weitem gesehen hatte. Schließlich erinnerte sich Yannick an Jonnys heißen Schwanz. Erst jetzt konnte er sich eingestehen, dass dies der Grund war, warum er damals seinen Blick nicht hatte lösen können: Er fand den Schwanz seines Mitbewohners extrem geil. "Ich will auch blasen", sagte er schließlich. Jonny hörte auf, lächelte und legte sich hin. "Ich kann es kaum erwarten, Deine Lippen zu fühlen", spornte er an. Yannick betrachtete den Schwanz des anderen, der voll aufgestellt war, ausführlich. Er war sicher 25 Zentimeter groß. "Wahnsinn", flüsterte er und machte sich ans Werk. Vorsichtig glitt er über Jonnys Eichel und versuchte dem Beispiel zu folgen, dass der Andere zuvor gegeben hatte. Der Geschmack überraschte Yannick. Der Schwanz hatte das Aroma von Fleisch. Es war logisch, aber irgendwie hatte er etwas anderes erwartet.
Yannick blies Jonny etwa 5 Minuten, dann hob der die Hand. "Warte, ich will Dir noch zeigen, wie Kerle von vorne ficken können", sagte er dabei stöhnend. "Leg Dich wieder hin", forderte der 23-Jährige. Yannick folgte der Anweisung. Jonny legte sich sofort auf ihn und begann sich auf und ab zu bewegen. Dabei küsste er den 19-Jährigen immer wieder. Die Reibung an seinem Schwanz durch Jonnys geilen Prügel fühlte sich unglaublich intensiv an. Yannick stöhnte laut und bewegte sich auch. Er konnte nicht glauben, dass er diesen Spaß bislang verzichtet hatte. "Oh, Jonny", keuchte er irgendwann fast instinktiv. Der Andere lachte kurz: "Jetzt bist Du der Herkunft meines Spitznamens einen Schritt näher gekommen", sagte er dabei. Kurz darauf kamen beide und ergossen sich auf den anderen. Anschließend lagen sie einige Minuten ganz ruhig da. "Wir sollten duschen gehen", schlug Jonny vor. "Zusammen?", wollte Yannick wissen. "Das ist die einzig wahre Art zu duschen", erwiderte der Andere.

 

Kapitel III: Sexspielzeuge im Test

Am nächsten Morgen erwachten beide Arm im Arm. Jonny löste sich von dem anderen. Er wirkte zu Yannicks Überraschung verunsichert. "Wie geht es Dir?", fragte der 23-Jährige schließlich. Eigentlich wollte er seinem Mitbewohner sofort antworten, doch eine 747 schien in seinem Schädel zu starken. "Kopfschmerzen, Kater Kopfschmerzen, ganz schlimm", kam deshalb nur von Yannick. "Nein, das meine ich nicht", schüttelte Jonny den Kopf, aber reichte Yannick eine Ibuprofen-Tablette und eine Flasche Wasser, die neben seinem Bett stand. "Wie geht es Dir mit dem, was gestern zwischen uns passiert ist?" Yannick schluckte dankbar die Tablette und sah dann zum anderen: "Gut, sehr gut! Das war so geil!" Er konnte sehen, wie sich Jonny etwas entspannte. "Du hast also kein Problem damit, dass Du...", setzte der an, aber Yannick unterbrach ihn. "Damit, dass ich schwul bin? Überhaupt nicht. Höchstens finde ich es scheiße, dass es so lange gedauert hat, bis ich es realisiert habe. Was mir an Spaß entgangen ist." Nachdem er geendet hatte, küsste Yannick Jonny zärtlich. "Das will ich jetzt nachholen. Mir Dir", sagte er dann. Der 23-Jährige erwiderte den Kuss. "Nur zu gerne."
Die nächsten Wochen verpassten Yannick und Jonny mehr Veranstaltungen an der Uni als sie besuchten. Wenn sie gekonnt hätten, so hätten ohne Unterbrechung gevögelt. Ohne, dass sie es richtig merkten, rutschten sie in eine Beziehung. Jonny bekam nie Besuch von einem anderen Mann. Und Yannick dachte erst gar nicht daran. Bis Carlo in sein Leben trat.

Eines Tages kam Yannick von der Uni nach Hause und stellte fest, dass vor der Tür seiner Wohnung ein älterer Mann von einem Fuß auf den anderen trat. Yannick schätzte ihn auf etwa 50. Er war fast so groß wie die 1,90 Meter von Jonny, hatte grau meliertes Haar, was ihm eine vornehme Erscheinung verlieh, und achtete gut auf seinen Körper. Er gefiel ihm sofort. "Kann ich helfen?", fragte Yannick. Der Andere drehte sich überrascht um und musterte den 19-Jährigen – ähnlich wie Jonny es bei ihrem ersten Treffen getan hatte. "Bist Du Jonnys Mitbewohner?", fragte der ältere. "Das auch, ich bin Yannick", antwortete der Erstsemester. "Freut mich. Ich bin Carlo. Ist Jonny da?" Yannick zuckte mit den Schultern: "Keinen Plan, aber wenn nach dem Klopfen niemand aufmacht, vermutlich nicht. Vielleicht ist er beim Sport." Der Andere schüttelte den Kopf: "Ich habe mich nicht getraut zu klopfen." Yannick blickte Carlo überrascht an. Das hatte er nicht erwartet. Er fand es irgendwie süß. "Na, wie gut, dass ich einen Schlüssel habe und mich nicht fürchte, ihn auch zu benutzen", sagte er dann grinsend und schloss auf.
Jonny war tatsächlich beim Sport, wie Yannick einer Notiz in der Küche entnehmen konnte. Er hatte Carlo angeboten, in der Wohnung zu warten, was der gerne annahm. "Ich vermute mal, Du bist nicht Jonnys Vater", sagte Yannick, der sich über das Selbstvertrauen wunderte, dass er durch die Wochen mit dem 23-Jährigen bekommen hatte. Carlo lachte auf: "Das wäre einfacher. Nein, ich bin sein Ex. Eigentlich wollte ich wieder mit ihm zusammenkommen. Aber er hat mich abgewiesen und gesagt, dass er schon vergeben ist. Ich wollte deshalb noch einmal persönlich mit ihm reden." Yannick wurde hellhörig: "Er hat gesagt, dass er schon vergeben ist? Wann war das?" Der Andere musste nicht nachdenken: "Vor 12 Tagen. Du weißt nicht zufällig, wer ihn mir weggenommen hat." Yannick lächelte verschämt: "Ich fürchte, der sitzt Dir direkt gegenüber." Carlo blickte ihn überrascht an, dann verstand er: "Ah, das meintest Du also vorhin als du mit 'das auch' geantwortet hast." Der 19-Jährige nickte. Der ältere Mann musterte ihn wieder. "Verstehen kann ich es ja", sagte Carlo dann, "vielleicht sollte ich gleiches mit gleichem vergelten." Dabei blinzelte er Yannick zu. Der wusste, dass er den anderen eigentlich abblitzen lassen musste. Aber er fühlte sich geschmeichelt und Carlo gefiel ihm. Außerdem fragte er sich, ob der ältere auch so einen Prügel in der Hose wie Jonny hatte. "Vielleicht solltest Du", sagte der 19-Jährige deshalb.

Bevor Carlo darauf eingehen konnte, hörten beide einen Schlüssel im Schluss. Ein verschwitzter Jonny, der eine Sporttasche und eine Tüte ohne Aufschrift trug, stürmte in die Wohnung. Überrascht sah er zu Carlo. "Was willst Du hier?", fragte Jonny. Seine Stimme klang nicht erfreut, sondern fast wütend. Der Angesprochene erhob sich. "Eigentlich wollte ich nur reden, aber dann habe ich Yannick hier kennengelernt. Einen guten Geschmack was Männer angeht hattest Du ja schon immer." Jonnys Stimme wurde noch zorniger. "Wir haben nichts zu reden. Und Yannick lässt Du in Ruhe! Raus!" Carlo folgte nicht sofort. Stattdessen schrieb er seine Handynummer auf ein Blatt Papier und schob sie dem 19-Jährigen zu. "Ruf mich an, wenn Du Gleiches mit Gleichem vergelten willst", flüsterte Carlo genau in einer solchen Lautstärke, um sicher zu sein, dass Jonny es hören konnte. Der schüttelte einfach nur den Kopf: "Du bist unfassbar! Raus!" Der Ältere zuckte mit den Schultern. "Ganz wie Du willst."
Nachdem Carlo die Wohnung verlassen hatte, sah Yannick nachdenklich und gespannt zu Jonny. "Was war das?" Der 23-Jährige stellte seine Sporttasche und die Tüte auf den Tisch. "Das", begann er dann, "war mein Exfreund, der mich bereits mehrfach verlassen hat, weil er mir zu Unrecht unterstellt hat, ich würde ihn betrügen. Tatsächlich hat er in der Gegend rumgevögelt, als würde es morgen verboten werden. Trotzdem war ich der Arsch. Irgendwann hat er mir sogar den Songtext von 'Oh, Jonny' dagelassen, um mir zu zeigen, wie sehr ich neben der Spur bin. Deshalb habe ich den Spitznamen angenommen. Es war eine Art Rache. Ich wollte, dass er immer daran denken muss, wie jetzt andere Männer 'Oh, Jonny' stöhnen." Yannick wusste nicht, was er sagen sollte. Diese Offenbarung überforderte ihn. "Was ist in der Tüte?", fragte er stattdessen im verzweifelten Versuch, das Thema zu wechseln. Jonny tat ihm den Gefallen und wirkte selbst nicht undankbar, über etwas anderes sprechen zu dürfen. "Ein paar Überraschungen für Dich. Ich gehe aber erst duschen. Komm dann in mein Zimmer, wenn ich fertig bin." Yannick wirkte enttäuscht: "Soll ich nicht lieber mitduschen?" Der Andere lachte kurz: "Das würde die Überraschungen verderben. Wir brauchen volle Power!"

Yannick und Jonny küssten sich etwa 20 Minuten später zärtlich und zogen sich gegenseitig aus. Als sie sich nackt gegenüberstanden und sich überall streichelten, flüsterte Jonny sanft: "Bereit für die Überraschungen? Dann leg Dich aufs Bett." Yannick tat wie geheißen und sah dem Anderen zu, der Handschellen und eine Maske aus der Tüte holte. "Wir spielen ein kleines Spiel namens Sexspielzeugtest", erklärte Jonny. "Du musst erraten, was ich an Dir ausprobiere. Und das hier hilft Dir dabei, Dich nicht ablenken zu lassen. Bedanken kannst Du Dich später. Alles klar?" Yannick nickte nur und ließ sich bereitwillig ans Bett fesseln und die Maske aufsetzen. Er bedauerte etwas, Jonnys heißen Body nicht mehr sehen zu können, aber das Spiel klang geil.
Zuerst merkte er, dass sein Freund ihn mit Küssen eindeckte. "Zur Einstimmung", wie Jonny erklärte. Dann begann es. Yannick spürte eine feste Vibration an seinem Schwanz, die diesen sofort steinhart werden ließ. Er genoss das Gefühl kurz. "Vibrator", stöhnte er dann. "Sehr gut", kam von Jonny, der den Vibrator wegnahm und durch etwas Weiches mit Noppen ersetzte, das er über Yannicks Schwanz schob und auf und ab bewegte. "Oh, Gott", keuchte Yannick, "keine Ahnung, wie es offiziell heißt. Aber eine extrem geile Wichshelfe", brachte er schließlich hervor. "Das lasse ich gelten", kam vom lachenden 23-Jährigen. "Aber für die Zukunft: Es ist eine Penishülle."

Es folgten eine leichte Peitsche, die sich fast wie eine Massage anfühlte, und ein vibrierender Penisring, von dem Jonny vorschlug, Yannick sollte ihn künftig in der Uni tragen. "Ich will spritzen", stöhnte der Gefesselte schließlich. "Trifft sich gut, es ist nur noch eine Sache übrig", antwortete Jonny und verteilte etwas Kaltes und Flüssiges auf Yannicks Bauch. "Froschspucke?" fragte der, der keine Ahnung hatte, worum es sich handeln könnte. Dadurch brachte er Jonny so sehr zum Lachen, das er fast seine Geilheit verlor. "Nein", kam vom 23-Jährigen, "keine Froschspucke. Gleitgel." Yannick wusste sofort, worum es ging. Bisher hatte er sich noch nie in den Arsch ficken lassen, weil er Angst davor hatte. Er wusste, dass sich Jonny es sehr wünschte. "Also gut", flüsterte er nur, um zu signalisieren, dass er verstand, worum es ging. "Dann drehen wir Dich mal um", kam von Jonny, der ihn kurz losmachte, ihn auf den Bauch drehte und dann die Handschellen wieder verschloss.
Yannick konnte fühlen, wie der Andere ihm ein Kissen unter den Schwanz schob. Der 19-Jährige wurde unruhig. Angst, gespanntes Warten und Erregung vermischten sich zu einem unglaublich intensiven Gefühl. Er hörte, wie Jonny eine Kondompackung aufriss und sich das Gummi überzog. Dann spürte er, wie der Andere das Gleitgel in seinem Arsch verteilte. Jonny drang mit ein paar Fingern in ihn ein. Yannick stöhnte lustvoll auf. Der Druck überraschte ihn allerdings. Es tat nicht weh, war aber irgendwie unangenehm. Schließlich geschah es: Nachdem Jonny ihn erst mit ein paar Fingern gefickt hatte, schob er seinen Prügel in Yannicks Arsch. Der glaubte erst, durch den Druck Platz zu müssen, mit dem Jonny seinen Schließmuskel überwand. Dann spürte der 19-Jährige jedoch, wie geil es war, so ausgefüllt zu sein. Jonny begann damit, ihn heftig zu ficken und stöhnte seinerseits laut. Die Bewegungen machten Yannick unglaublich geil. Später sollte er googlen und feststellen, dass Jonnys Schwanz von innen gegen seine Prostata stieß und ihn so immer mehr erregte. Ohne, dass auch nur irgendwer hätte Hand oder Lippen anlegen müssen, spritzte Yannick ab. Drei intensive Stöße später kam auch Jonny.
"Wie war's?", fragte Jonny schließlich nach kurzem Schweigen. "Ich glaube, Du hast sogar mein Gehirn gefickt", kam von Yannick, "wenn ich gewusst hätte, wie geil das ist, hätten wir das schon viel eher gemacht."

 

Kapitel IV: Hengstparade in der Station 2B

In den folgenden Tagen musste Yannick immer wieder an Carlo denken. Nicht nur, weil ihm der Mann gefiel, sondern auch, weil er sehen konnte, wie sehr Jonny unter dem Zusammentreffen gelitten hatte. Er versuchte, seinen Freund darauf anzusprechen, doch der 23-Jährige würgte die Konversationen immer wieder ab. Yannick konnte sehen, dass der Andere zwar mit ihm darüber sprechen wollte, aber aus irgendwelchen Gründen dazu noch nicht in der Lage war. Schließlich fasste er sich ein Herz und schrieb Carlo eine Nachricht. Er würde gerne seine Sicht der Dinge hören und hätte deshalb Lust auf einen Kaffee, lautete Yannicks Botschaft. Vorsichtshalber fügte er "WIRKLICH NUR KAFFEE" an.
Das Treffen mit Jonnys Ex verlief für Yannick sehr aufschlussreich. Carlo räumte sofort ein, dass er einige Fehler gemacht hatte. Allerdings hatte er auch einige wenig schmeichelhafte Dinge über Jonny zu sagen. Dabei beschrieb der Ältere so detailliert typische Charakterzüge des 23-Jährigen, dass Yannick ihm glaubte. Schließlich flirteten die beiden Männer noch intensiv miteinander, aber es geschah nichts. In Yannicks Kopf wuchs eine Erkenntnis: Jonny und Carlo brauchten einander, doch waren sie sich nicht genug. Dadurch allerdings, dass er in Jonnys Leben getreten war, hatten sich die Dynamiken verändert. Yannick dachte über seine Beziehung mit seinem Mitbewohner und über Carlo nach. Je länger er überlegte, desto mehr war er davon überzeugt, dass er das Puzzleteil war, das fehlte, damit alle drei miteinander glücklich sein könnten. Jonny hätte dies sicher abgestritten, doch erkannte Yannick aus den Erzählungen Carlos seine Beziehung mit dem 23-Jährigen auf erschreckende Weise wieder. Die Geschichte würde sich wiederholen, wenn er nicht einschritt. Daran zweifelte er nicht.

Fieberhaft überlegte Yannick, wie er den beiden Männern, zu denen er sich hingezogen fühlte, deutlich machen könnte, dass sie nur zu dritt ihr Glück finden würden. Schließlich half der Zufall. Yannick durchforstete regelmäßig das Internet nach Gay-Locations in Köln, wo er mit Jonny seinen Spaß haben könnte. Bisher hatte er sich zwar noch nicht getraut, dem 23-Jährigen zu gestehen, dass er gerne mal in einer solchen Öffentlichkeit mit ihm vögeln würde, doch trotzdem suchte er weiter. Bereits früh war er dabei auf die Station 2B gestoßen – eine echte Berühmtheit am Rhein. Offiziell war es eine Kneipe mit Clubbereich. Faktisch war es ein Schwulen-Swingerclub für Fetischfans. Ein Event hatte Yannick dabei stets das Blut in den Schwanz getrieben: Die Hengst-Parade. Männer konnten sich freiwillig melden und wurden mit Säcken über dem Kopf und gefesselten Händen in einen großen Saal geführt. Ansonsten waren sie nackt. Jetzt kamen die Hengste herein und konnte die Männer begutachten, an ihren Eiern herumdrücken, Schwänze wichsen und sich schließlich aussuchen, mit wem sie ficken wollten. Der Auserkorene wurde in eine dunkle Kammer geführt. Nur einmal kurz wurden ihm die Hände gelöst, um zu überprüfen, ob der Hengst auch ein Gummi tragen würde. Anschließend wurden die Hände wieder gefesselt und er wurde durchgenommen. Dabei konnte er zu keiner Zeit sehen, wer ihn da eigentlich fickte. Yannick fand den Gedanken regelmäßig so geil, dass er es sich selbst nur über die Vorstellung machte, mit dem Sack über dem Kopf in dem Saal zu stehen.
Im Gehirn des 19-Jährigen entstand ein Plan. Er meldete sich für die nächste Hengst-Parade an und schrieb Jonny eine Nachricht mit dem Link zum Event. Er wolle ein Spiel spielen und sehen, ob Jonny ihn nur an seinem Schwanz erkennen könne. Carlo schickte er eine ähnliche Nachricht. Das Schicksal solle entscheiden, ob die beiden vögeln würden, hieß es in der Botschaft für den Älteren. Kurz dachte Yannick darüber nach, was wohl passieren würde, wenn ein anderer Mann ihn aussuchen würde. Da ihn der Gedanke anturnte, machte er allerdings schnell seinen Frieden damit, sollte das passieren.

Die Hengstparade sollte um 21:00 beginnen. Die Männer, die sich vögeln lassen wollten, bat die Station 2B, sich mindestens eine Stunde früher einzufinden. Yannick war bereits um 19:30 vor Ort. Sein Handy hatte er ausgeschaltet. Er wollte weder Carlo noch Jonny die Möglichkeit geben, sich seiner Bitte zu verweigern. Etwas amüsiert betrachtete er die anderen Kerle. Sie sahen genauso ängstlich und verunsichert aus wie er. In den Augen von allen war aber bereits eine gewisse Vorfreude zu sehen. Schließlich kamen zwei Frauen herein und teilten Schlüssel für Spinde aus und boten Getränke an. In den Schränken konnten die Männer Ihre Sachen verstauen. Das wurde es ernst: Vier gutgebaute Kerle betraten den Raum. Zwei hatten schwarze Säcke in der Hand und die beiden anderen hielten Seile. Yannick begann vor Erregung leicht zu zittern. Zuerst wurde er gefesselt. Er mochte es, wie die Seile seine Handgelenke fest in seinem Rücken zusammenzogen. Dann wurde es dunkel. Von hinten wurde ihm der Sack über den Kopf gezogen. Yannick war erstaunt, wie effektiv dieser jedes Licht löschte. Er konnte tatsächlich nichts mehr sehen. Die vier Männer und zwei Frauen begannen damit, jedem die rechte Hand auf die Schulter vor ihnen zu legen, damit sie sich würden orientieren können.
So wurden die Männer in den Saal geführt, der gut beheizt war und in dem klassische Musik leise lief. Yannick wusste von den Beschreibungstexten, dass die Hengste auf einer Empore warten würden. Er hoffte inständig, dass Jonny und Carlo bei ihnen waren. Die Hengste hatten auf der Empore ein paar Minuten Zeit, um die Auswahl von oben zu begutachten. Dann wurden sie nach unten gelassen und durften Hand anlegen. Yannick erlebte, wie er gestreichelt, gekniffen, auf den Arsch geschlagen und gewichst wurde. Er hatte keine Ahnung, wem er dies zu verdanken hatte, aber es ließ seinen Schwanz bereits in die Höhe steigen. Er hatte sich unzählige Male vorgestellt, wie es wohl sein würde. Die Realität war um Klassen besser.

Schließlich geschah es. Yannick bemerkte, dass ein Mann längere Zeit vor ihm stand. Er konnte seinen Atem hören. Dann spielte der Hengst an seinem Schwanz. Plötzlich hörte er auf. Dafür trat einer der Kerle, die ihn hineingeführt hatten, dazu und verkündete ihm: "Glückwunsch, Du bist gerade dazu ausgesucht worden, gefickt zu werden. Komm mit." Yannick wurde aufgeregt: "Von einem Mann oder zwei?" fragte er. Er bekam keine Antwort, sondern nur ein mitleidiges Lachen. "Sorry, Du kennst die Regeln", hörte er dazu.
Yannick wurde in irgendeine Richtung gezogen. Er vermochte es nicht zu sagen, in welche. Schließlich hörte er, wie ein Vorhang aufgezogen wurde. Offenbar hatten sie die Kabine erreicht. Der Mann der Station 2B wartet kurz, dann löste er Yannicks Fesseln. Der 19-Jährige durfte fühlen, dass der Kerl hinter ihm ein Kondom trug. Zu seiner Enttäuschung durfte Yannick nur einen Schwanz fühlen. Also nicht Jonny und Carlo, dachte er gefrustet. Schon wurden ihm seine Hände wieder gefesselt. Yannick hörte, wie der Vorhang wieder zugezogen wurde. Offenbar hatte der Mitarbeiter des Hauses die Kabine verlassen.

Eine Hand drückte auf seinen Rücken. Offenbar sollte er sich nach vorne beugen. Erst jetzt realisierte Yannick, dass direkt vor ihm eine Art Liege stand, auf die er klettern konnte. Sie hatte eine Öffnung für seinen Schwanz. Sein Arsch wurde von fremden Händen geweitet. Dann drang ein Schwanz in ihn ein. Er erkannte sofort, dass er nicht so breit und lang wie der von Jonny war. Trotzdem genoss er es, so gevögelt zu werden. Plötzlich hörte er eine Stimme neben seinem Kopf: "Glaubst Du denn echt, ich würde Deinen Schwanz nicht erkennen?" Er zitterte. Das war Jonny! "Wie?", fragte Yannick. Zu mehr war er nicht in der Lage. Jonny lachte. "Falls Du Dich fragst, wer Dich gerade vögelt – das ist Carlo." Wie zur Bestätigung hallte es von hinten, dass der enge Arsch so richtig geil sei. "Wir verstehen beide nicht, was das hier soll", kam wieder von Jonny, "aber offenbar wolltest Du genau das. Und Du sollst Deinen Willen haben. Jeder, wie er es braucht. Ich hatte Dir ja versprochen, dass ich Dich bei Gelegenheit an diesen Satz erinnern würde." Yannick wollte etwas erwidern, doch der 23-Jährige war schneller. Er zog den Sack ein Stück weit hoch und legte den Mund frei. Sofort schob Jonny seinen Prügel in Yannicks Mund. "Dann blas mal schön, ich will schließlich auch auf meine Kosten kommen." Yannick tat sofort wie geheißen.

Wie sich zeigte, hatte der 19-Jährige recht. Als ihn die beiden Männer fickten, ließen sie alle Hemmungen fahren. Plätze wurden getauscht. Yannick, dem Sack und Fesseln abgenommen wurden, durfte Carlos Schwanz blasen und wieder Jonnys Prügel in seinem Arsch spüren. Schließlich begab sich der Ältere in die Mitte und dann der Jüngere. Alle kamen sicher vier Mal und lagen sich anschließend erschöpft in den Armen. Sie gingen, nachdem die Parade beendet war, gemeinsam an die Bar der Station 2B und gönnten sich ein Bier. "Jetzt verstehe ich, was das hier sollte", sagte Jonny. Carlo nickte: "Manchmal sind Taten einfach besser als viele Worte." Yannick lächelte zufrieden. "Wie wollen wir jetzt weitermachen?" fragte er dann und nahm noch einen tiefen Schluck von seinem Bier. Jonny hob grinsend einen Flyer mit dem Terminkalender des Hauses in die Höhe. „Übermorgen ist hier Darkroom-Party, wo niemand etwas sieht und jeder Dinge ertasten und erfühlen muss. Wir könnten schauen, ob wir drei uns auch in totaler Dunkelheit finden."